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 - Diabetes G-BA-Beschluss zu DMP-Diabetes: Chance für einen digitalen Versorgungspfad für Diabetes verpasst

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) begrüßt das Ziel des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), die medizinischen Versorgungsprozesse von Diabetes-Patient:innen durch digitale Lösungen im Rahmen des „Disease-Management“-Programms (DMP) für Diabetes zu optimieren. Die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen Anforderungen an ein digitales DMP (dDMP) seien jedoch nicht zukunftsweisend: „Das dDMP in seiner aktuellen Fassung verpasst die Chance einer digitalen, interdisziplinären und menschenzentrierten Diabetesversorgung. Hier muss nachgebessert werden“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.

PressemeldungBerlin, 04.04.2025, 29/25

Bild herunterladen Digitale Lösungen und Medizinprodukte würden insbesondere für Menschen mit chronischen Erkrankungen viel Potenzial für eine bessere Gesundheitsversorgung und ein besseres Selbstmanagement bieten. Der MedTech-Verband kritisiert daher, dass mit dem Beschluss des G-BA zur Änderung der DMP-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) die Chance verpasst wurde, einen digitalen Behandlungspfad für Diabetes-Patient:innen zu etablieren und damit die Therapie und das Selbstmanagement von Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

Wichtiger Bestandteil eines digitalen Behandlungspfades sind laut BVMed Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung in Echtzeit (rtCGM). Mit ihnen würden Diabetiker:innen im Selbstmanagement ihrer Erkrankung unterstützt werden – durch eine bessere glykämische Kontrolle und damit ein besseres Verständnis der eigenen Erkrankung. Gleichzeitig würden rtCGM-Systeme dem medizinischen Personal ermöglichen, die medikamentösen Therapien zu individualisieren und zu optimieren.

„Positiv ist, dass das dDMP die Datenübertragung aus rtCGM-Systemen zur Ärztin oder zum Arzt für einen Teil der Diabetiker:innen digitalisiert“, so BVMed-Diabetesexpertin Juliane Pohl. „Das dDMP lässt jedoch leider beispielsweise das Potenzial von digitalen Betreuungsmethoden oder automatisiertes Monitoring für eine Weiterentwicklung der Versorgungsprozesse ungenutzt. Dies wird weder den technischen Möglichkeiten, noch den Patient:innen und den beteiligten Fachpersonen gerecht.“

Hinzu komme, dass die Anwendung von rtCGM im Rahmen der Änderung der DMPs weiterhin auf Patient:innen mit intensivierter Insulintherapie (ICT) beschränkt werde. Juliane Pohl: „Die Technologie zeigt hingegen vielfältigen Nutzen für Patient:innen und Behandler:innen über den derzeitigen Anwendungsbereich hinaus“. Der aktuelle dDMP-Diabetes würde in diesem Bereich hinter dem Stand der Wissenschaft und dem internationalen Standard liegen. Einige gesetzliche Krankenkassen würden den Nutzen anerkennen und Patient:innen mit einer Basalinsulin-unterstützten oralen Diabetestherapie den Zugang zu rtCGM-Systemen gewähren. Da dies als Satzungsleistung erfolgt, ist nicht vorgesehen, dass entsprechend erhobene Daten im Rahmen des digitalen DMPs genutzt werden.

Bei den G-BA-Anforderungen an die Übertragung und Speicherung von Daten aus rtCGM-Systemen, geeigneten Systemen zur Blutglukoseselbstmessung (BGSM) sowie Smartpens, weist der BVMed darauf hin, dass diese der Logik der elektronischen Patientenakte (ePA) folgen sollten, um eine multimodale und interdisziplinäre Versorgung zu stärken. Somit sollten alle behandelten Ärzt:innen, unabhängig vom Status als koordinierende Ärzt:innen im Rahmen des dDMPs Zugang zu Daten aus rtCGM-Systemen, geeigneten BGSM-Systemen sowie Smartpens erhalten.

BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll abschließend: „Wir benötigen bessere Versorgungskonzepte für Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Adipositas und Krebs. Denn wir sind in der Versorgung in Deutschland leider nur Mittelmaß. Verbesserte Prävention, Früherkennung und Behandlung sind dringend notwendig, um die Krankheits- und Todeszahlen signifikant zu reduzieren“.

Weitere Informationen zum Thema Diabetes können im BVMed-Themenportal unter www.bvmed.de/diabetes abgerufen werden.

Der BVMed hat im letzten Jahr eine Vision erarbeitet, wie digitale Medizintechnik in Zukunft optimal eingesetzt und die Versorgung verbessern könnte. Das Ergebnis des Projekts „Digital Vision2035“ kann unter www.bvmed.de/MedTechDigital2035 eingesehen werden.

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