Qualitätsmanagement

"Innovationsfonds ist der richtige Weg"

Um medizintechnische Innovationen schneller in der Patientenversorgung einzuführen, müssen neue Wege gegangen werden. Dazu gehören die Einführung eines "Innovationsfonds", intelligente Versorgungsverträge mit den Krankenkassen sowie Qualitätsmerkmale in der Erstattung von Leistungen. Das sagten die Experten der BVMed-Konferenz "Umdenken: Neue Techniken - neue Erlöse im Krankenhaus" in Wiesbaden. "Der Ansatz, aus dem 'Gesundheitsfonds' einen 'Innovationsfonds' abzuspalten, erscheint mir als der richtige Weg", so Dr. Tobias Schilling von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Umweltrecht und Medizinprodukte: Aufwändig - aber auch sinnvoll?

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte sind in der MedTech-Branche zwar aufwändig umzusetzen, können aber sinnvoll und lohnenswert sein, so das Fazit des MedInform-Workshops "Umweltrecht und Medizinprodukte". Thema waren die aktuellen Regelungen aus dem Umweltschutz und die wachsenden Anforderungen an Stoffe und Materialien in Medizinprodukten.

Philipp Rösler warnt vor „Kontrollwahn“

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) warnte auf einer Gesundheitswirtschafts-Tagung des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) vor einer zu scharfen Regulierung der Pharma- und Medizinprodukteindustrie. Das führe zu Innovationsfeindlichkeit.

Hydroaktive Wundauflagen: Bessere Heilungschancen

„Die Abheilungschance bei feuchten Wundauflagen ist im Schnitt 52 Prozent besser als beim Einsatz konventioneller Verbandmittel“, so das Fazit einer neuen Studie, die Prof. Dr. Matthias Augustin, Direktor des Instituts für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, in Dresden vorstellte. Augustin und Kristina Heyer, wissenschaftliche Projektleiterin am Institut, präsentierten die Ergebnisse einer Metaanalyse, die die Vorteile moderner Wundauflagen gegenüber konventionellen Therapien in der Wundversorgung dokumentiert.

Johanna Wanka: Individualisierte Medizin fördern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) möchte die individualisierte Medizin mehr fördern. Das BMBF wird von 2013 bis 2016 bis zu 100 Millionen Euro für entsprechende For­schungs- und Entwicklungsprojekte ausgeben. „Die individualisierte Medizin ist eines der vielversprechendsten Felder unserer modernen Medizin und eine der zentralen Herausforderungen der Gesundheits­forschung“, so Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU).

Hecken: MedTech-Innovationen müssen flotter in die Fläche

Die Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) dauert für Verfahren der Medizintechnologie oft zu lange. Ziel der neuen Erprobungsregelung für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUBs) mit Medizinprodukten ist es, MedTech-Innovationen "flotter in die Fläche zu bekommen", sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken auf dem Gesprächskreis Gesundheit des BVMed. Derzeit gebe es rund 40 ernstzunehmende Anfragen sowie drei Verfahren aus dem G-BA-Unterausschuss Methodenbewertung. 2013 werde aber noch kein Verfahren beginnen, da derzeit noch die europaweite Ausschreibung für den Projektträger laufe, so Hecken. Für Anträge von außen müsse es eine Priorisierung geben. Wichtig ist nach Ansicht des G-BA-Chefs, dass auch die schnelleren Verfahren rechtssicher ausgestaltet werden.

Krankenhäuser erhalten 1,1 Milliarden Euro mehr

Die deutschen Krankenhäuser erhalten in den Jahren 2013 und 2014 rund 1,1 Milliarden Euro mehr. Das Kabinett hat den vom Bundesgesundheitsministerium vorgelegten Vorschlägen zu kurzfristig wirksamen finanziellen Hilfen für Krankenhäuser zugestimmt. Die geplanten Maßnahmen entlasten die Krankenhäuser in mehreren Schritten.

DKG zur OECD-Klinik-Studie: Falsche Schlüsse

Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), erklärt zur veröffentlichten OECD-Studie „Managing Hospital Volumes“, dass „sie den Kliniken in Deutschland ein international herausragend hohes Versorgungs- und Leistungsniveau, ein weltweit einmaliges Qualitätssicherungssystem, unbeschränkten und flächendeckenden Zugang für die Patienten zu Qualitätsmedizin“ bescheinige. Anhand statistischer Werte werde mit der Studie aber auch versucht, den Anschein einer stationären Überversorgung zu erwecken.

MdEP Holger Krahmer: "Keine zentrale MP-Zulassung"

"Wir müssen den bestehenden europäischen Rechtsrahmen für Medizinprodukte weiterentwickeln und stärken, aber nicht komplett verändern. Das System hat sich bewährt. Eine zentrale staatliche Zulassung wird nicht mehr Sicherheit bringen." Das sagte der FDP-Europaabgeordnete Holger Krahmer zur aktuellen Überarbeitung des Rechtsrahmens für Medizinprodukte auf der BVMed-Mitgliederversammlung in Dresden.

Spahn beim BVMed: Versorgungsqualität im Fokus

Die Steigerung der Versorgungsqualität sollte bei den gesetzgeberischen Aktivitäten in Zukunft mehr in den Vordergrund rücken. Das sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, auf dem Gesprächskreis Gesundheit des BVMed am 13. März 2013 in Berlin. Statt über Bürgerversicherung und Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung zu streiten, sollte mehr über die Qualität und Effizienz auf der Versorgungsseite diskutiert werden, so Spahn. Aufgrund der aktuellen Überschüsse im System, der Erweiterung des Leistungskatalogs und der neuen Hilfen für die Krankenhäuser glaubt der CDU-Gesundheitsexperte nicht, dass die Gesundheitspolitik im Wahlkampf eine große Rolle spielen werde.

BVMed für Implantatpass und Vigilanz-Beauftragte

Zur Erhöhung der Patientensicherheit schlägt der BVMed die Einführung eines Vigilanz-Beauftragten für Medizinprodukte in größeren medizinischen Einrichtungen, wie Krankenhäusern, vor. Hintergrund ist, dass unter anderem der PIP-Skandal offenbart habe, dass gebotene Vorkommnismeldungen aus den medizinischen Fachkreisen oft unterbleiben.

BVMed zum Vorfall um Brustimplantate

Einen stärkeren Qualitäts- statt Preisfokus hat der BVMed im Zusammenhang mit den Vorfällen um Brustimplantate des französischen Herstellers PIP gefordert.

2009-03: Wir brauchen eine stärkere Qualitätsorientierung im Gesundheitsmarkt

Gastbeitrag für die Medizintechnik-Beilage von „Going Public“, März 2009, von Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer & Mitglied des Vorstands, und Manfred Beeres, Leiter Kommunikation, BVMed

2009-01: Gesundheit 2030 – Qualitätssicherung im Fokus von Politik, Wirtschaft, Selbstverwaltung und Wissenschaft: Stärkere Qualitätsorientierung in der MedTech-Versorgung

Buchbeitrag von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Bundesverband Medizintechnologie e.V., BVMed, Berlin, Januar 2009

2009-01: Ausblick auf 2009: Prozessoptimierung und Qualitätsorientierung können gemeinsam gelingen

Gastbeitrag für DeviceMed, Januar 2009, von Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer & Mitglied des Vorstands

2008-01: 2008: Das Jahr der neuen Allianzen für medizinischen Fortschritt und Qualität

Gastbeitrag für DeviceMed, Januar 2008, von Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer & Mitglied des Vorstands

BVMed-Informationsreihe "Medizinprodukterecht"

10 Broschüren - einzeln oder jeweils in Sets zu bestellen.