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Medizinprodukteindustrie
Medica 2003: Marktwachstum bei Medizintechnologien hinkt mit rund 3 Prozent hinter weltweiter Entwicklung hinterher - BVMed beziffert Gesamtmarkt für Medizinprodukte mit 24 Mrd. Euro
19.11.2003 - 77/03
„Die Medizinprodukteindustrie ist ein bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Die Industrie- und Handelsunternehmen der Branche beschäftigen in Deutschland über 100.000 Menschen“, so BVMed-Geschäftsführer Joachim M. Schmitt. Der Inlandsmarkt für Medizinprodukte betrug 2002 laut BVMed-Schätzungen, die auf Angaben des Statistischen Bundesamtes beruhen, insgesamt 24 Mrd. Euro. Davon entfallen 12 Mrd. Euro auf den ambulanten Bereich (Hilfsmittel, sonstiger medizinischer Bedarf), 7 Mrd. Euro auf den stationären Bereich (Sachkosten im Krankenhausbereich) sowie 5 Mrd. Euro auf den Zahnersatz. Der Weltmarkt für Medizintechnologien betrug 2001 rund 170 Mrd. Euro. Deutschland ist nach den USA und Japan der drittgrößte Markt der Welt im Bereich der Medizinprodukte.
Das Marktwachstum von Medizintechnologien in Deutschland beziffert der BVMed im laufenden Jahr auf rund 3 Prozent. Das ist deutlich weniger als das durchschnittliche Wachstum des Weltmarktes, der nach Schätzung des US-Verbandes AdvaMed 7 Prozent beträgt. Dies entspricht auch dem Marktwachstum in den USA. Die moderatere Entwicklung in Deutschland sei auf die restriktive Budgetierungspolitik und den gestiegenen Druck auf die Preise durch die anhaltende Finanzkrise der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zurückzuführen.
Vor diesem Hintergrund fordert der BVMed eine neue Gesundheitswirtschaft mit wettbewerblichen Elementen, Planungssicherheit und innovationsfreundlicherem Klima, um die Chancen des Wachstumsmarktes Gesundheit zu nutzen. Dazu bedarf es vor allem eines Mentalitätswechsels bei der Beurteilung von Innovationen der Medizintechnologie. „Innovationen müssen als Chance begriffen werden, als Investition in die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Menschen. Nicht als reiner Kostenfaktor. Die Nutzen-Wirksamkeit – und damit auch die Einsparpotentiale – müssen deutlicher in den Vordergrund gestellt werden“, so der BVMed.
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