Gemeinsamer Bundesausschuss

Kassen: "Lernen, mit dem Kopf des Anderen zu denken"

Trotz unterschiedlicher Interessen und möglicher Differenzen bei der Vertragsverhandlung ist eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen Leistungserbringern und Krankenkassen "das A und O". Das war die übereinstimmende Botschaft der Experten auf der MedInform-Konferenz "Erfolgreiche Kommunikation mit Krankenkassen" in Köln. "Man bemüht sich sehr, auf Augenhöhe zu kommunizieren, man respektiert den Anderen und wertschätzt ihn - auch, wenn das nicht immer so war", so der Moderator und Medizinprodukte-Experte Hans-Peter Geisel.

"Innovationsfonds ist der richtige Weg"

Um medizintechnische Innovationen schneller in der Patientenversorgung einzuführen, müssen neue Wege gegangen werden. Dazu gehören die Einführung eines "Innovationsfonds", intelligente Versorgungsverträge mit den Krankenkassen sowie Qualitätsmerkmale in der Erstattung von Leistungen. Das sagten die Experten der BVMed-Konferenz "Umdenken: Neue Techniken - neue Erlöse im Krankenhaus" in Wiesbaden. "Der Ansatz, aus dem 'Gesundheitsfonds' einen 'Innovationsfonds' abzuspalten, erscheint mir als der richtige Weg", so Dr. Tobias Schilling von der Medizinischen Hochschule Hannover.

Hecken: MedTech-Innovationen müssen flotter in die Fläche

Die Methodenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) dauert für Verfahren der Medizintechnologie oft zu lange. Ziel der neuen Erprobungsregelung für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUBs) mit Medizinprodukten ist es, MedTech-Innovationen "flotter in die Fläche zu bekommen", sagte der G-BA-Vorsitzende Josef Hecken auf dem Gesprächskreis Gesundheit des BVMed. Derzeit gebe es rund 40 ernstzunehmende Anfragen sowie drei Verfahren aus dem G-BA-Unterausschuss Methodenbewertung. 2013 werde aber noch kein Verfahren beginnen, da derzeit noch die europaweite Ausschreibung für den Projektträger laufe, so Hecken. Für Anträge von außen müsse es eine Priorisierung geben. Wichtig ist nach Ansicht des G-BA-Chefs, dass auch die schnelleren Verfahren rechtssicher ausgestaltet werden.

SPD-Programm: Gesundheitssystem reformieren

Die SPD will im Falle eines Wahlsiegs die Bürgerversicherung für alle gesetzlich Versicherten verbindlich einführen, so die Partei in ihrem Programm-Entwurf. Der GKV-Beitrag soll zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern wieder gleich aufgeteilt werden. Außerdem fordert die SPD in ihrem Entwurf eine einheitliche Honorarordnung für alle Krankenkassen.

Erprobungsregelung: Vor- und Nachteile

Vor- und Nachteile der neuen Erprobungsregelung zur Bewertung von innovativen MedTech-Behandlungsmethoden sowie die Inhalte der Antragstellung vermittelte das neue MedInform-Seminar „Die Erprobungsregelung für Medizinprodukte“. Berater Dr. Hubertus Rosery von AiM aus Lörrach empfahl, vor dem Erprobungs-Antrag zunächst einen Beratungs-Antrag an den Gemeinsamen Bundesausschuss zu stellen.

2013-01: Research and Health Policy Platforms in Germany

Interview Reserach Media with Joachim M Schmitt, Director General, German Medical Technology Association BVMed

Hecken befürwortet MedTech-Studienfonds

Der neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Josef Hecken, präferiert bei der Finanzierung von MedTech-Studien für kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen der neuen Erprobungsregelung einen Studienfonds, der die Vorfinanzierung übernimmt. Gespeist werden könnte dieser von den Krankenkassen, vom Gesundheitsfonds oder aus dem Steuertopf. „Ich präferiere den Innovationsfonds und habe im politischen Raum bereits Werbung dafür gemacht. Es geht nicht um Milliarden. Wir sprechen über 50 bis 80 Millionen Euro“, so Hecken in einem Interview mit der Ärztezeitung. Mehr...

Nutzenbewertung: Finanzierung über Studienfonds

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) und die Unionsfraktion befürworten einen Studienfonds zur Finanzierung von Studien im Rahmen der Erprobungsregelung für neue Verfahren mit Medizintechnologien. Das machten der GBA-Vorsitzende Dr. Rainer Hess und der CDU-Bundestagsabgeordnete Dietrich Monstadt auf der BVMed-Konferenz „Die richtige Erprobung von Medizinprodukten“ deutlich.

Innovationskonferenz: Nutzenbewertung wird wichtiger

Die Unternehmen der Medizintechnologie müssen sich bei neuen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden stärker dem Thema „Nutzenbewertung“ stellen. Die Industrie sollte dabei frühzeitig eine Reimbursement-Strategie für Innovationen entwickeln und strategisch angehen.

MedTech ambulant - 12/01, 21. Februar 2012

Thema: "Aufnahme neuer Untersuchungs- und Behandlungsmethoden in den EBM"

MdB Lanfermann: „VStG wird pünktlich kommen“

Über die aktuellen Gesetzgebungsinitiativen der Bundesregierung im Hinblick auf gesundheitspolitische Geschehen und deren zeitliche Planungen berichtete Heinz Lanfermann, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, im Rahmen des BVMed-Gesprächskreises Gesundheit in Berlin.

2011-04: Innovative Behandlungsmethoden mit Medizinprodukten

Gastbeitrag für die Zeitschrift "Die Krankenversicherung", April 2011; von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied, Bundesverband Medizintechnologie e. V. (BVMed)

2009-01: Gesundheit 2030 – Qualitätssicherung im Fokus von Politik, Wirtschaft, Selbstverwaltung und Wissenschaft: Stärkere Qualitätsorientierung in der MedTech-Versorgung

Buchbeitrag von Joachim M. Schmitt, Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Bundesverband Medizintechnologie e.V., BVMed, Berlin, Januar 2009

2006-11: HTA: Vier Anforderungen an die Technologiebewertung durch G-BA und IQWiG

Statement für die Deutsche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention, BVMed, November 2006, von Joachim M. Schmitt, BVMed-Geschäftsführer und Mitglied des Vorstands

Gemeinsamer Bundesausschuss konstituiert

Der Gemeinsame Bundesausschuss der Selbstverwaltung ist in Berlin zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Vorsitzender ist Dr. Rainer Hess, vormals Hauptgeschäftsführer der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Der Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet u. a. über die Herausgabe von Empfehlungen für evidenzbasierte Patienteninformationen zu Diagnostik und Therapie von Krankheiten mit erheblicher epidemiologischer Bedeutung. Mehr...

Freitag, 22.03.2002 10:00 - 17:15

Bayerisches Ministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen, München

Rationierung in der Medizin?