Cookie-Einstellungen

Zur fortlaufenden Verbesserung unserer Angebote nutzen wir den Webanalysedienst matomo.

Dazu werden Cookies auf Ihrem Endgerät gespeichert, was uns eine Analyse der Benutzung unserer Webseite durch Sie ermöglicht. Die so erhobenen Informationen werden pseudonymisiert, ausschließlich auf unserem Server gespeichert und nicht mit anderen von uns erhobenen Daten zusammengeführt - so kann eine direkte Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit über einen Klick auf "Cookies" im Seitenfuß widerrufen.

Weitere Informationen dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

 - Digital Health Vier Jahre DiGA-Rahmenvereinbarung: Bilanz und Handlungsbedarf Gemeinsame Pressemeldung von 11 Verbänden

Vier Jahre nach Inkrafttreten der Rahmenvereinbarung ist es Zeit für eine Bilanz: Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) haben sich als evidenzbasierte, wirksame und patientenorientierte Innovationen bewährt – doch der Ordnungsrahmen wird ihrer Bedeutung noch immer nicht gerecht. Elf Verbände fordern daher eine mutige Weiterentwicklung der DiGA-Rahmenbedingungen.

PressemeldungBerlin, 15.12.2025, 108/25

Die 2021 durch die Schiedsstelle beschlossene Rahmenvereinbarung sollte Planungssicherheit schaffen, ist aber bis heute geprägt von überbordender Regulierung, komplexen Verfahren und einer Preislogik, die Innovationen nicht gerecht wird. Gerade in einem Markt, der hohe technische, klinische und regulatorische Anforderungen erfüllen muss, wirken diese Vorgaben zunehmend hemmend.

Die aktuelle Rahmenvereinbarung erzeugt Unsicherheit und der Markt droht zu stagnieren, bevor sein volkswirtschaftliches und gesundheitliches Versorgungspotenzial überhaupt gehoben ist.

DiGA tragen schon heute spürbar dazu bei, die Patient:innen-Versorgung zu verbessern und Engpässe abzufedern – insbesondere dort, wo fehlende ärztliche Kapazitäten und demografischer Wandel immer deutlicher zu Versorgungslücken führen. Damit dieser Beitrag wachsen kann, braucht es jetzt entschlossene Schritte: weniger Hürden und mehr Unterstützung für digitale Innovationen.

Elf Verbände fordern daher eine mutige Weiterentwicklung der DiGA-Rahmenbedingungen:

Faire und innovationsorientierte Finanzierung
DiGA brauchen eine Preisbildung, die ihren tatsächlichen Mehrwert abbildet. Innovationsgrad, Indikation und Versorgungsnutzen müssen berücksichtigt werden – inklusive schnellerer Verfügbarkeit in der Therapie und strukturierter Nachsorge.

Bürokratie runter, Innovation rauf
Überregulierung kostet Zeit, Geld und Versorgungspotenzial. Überflüssige Auflagen abbauen (z. B. Zwei-Faktor-Pflichten, AbEM-Regeln) und pauschale gesetzliche Preisgrenzen vermeiden.

Mehr Akzeptanz, leichterer Zugang
DiGA müssen verbreiteter werden! Einfachere Verschreibungs- und Einlöseprozesse stärken Nutzung und Vertrauen.

Vier Jahre nach Inkrafttreten der Rahmenvereinbarung ist klar: Deutschland braucht eine DiGA-Politik der zweiten Generation – eine, die digitale Medizin nicht verwaltet, sondern aktiv ermöglicht.

Hintergrund:

Die anwendungsbegleitende Erfolgsmessung (AbEM) ist ein gesetzlich vorgesehenes Instrument, mit dem DiGA-Hersteller nachweisen müssen, wie wirksam ihre Anwendungen in der realen Versorgung sind. Die Ergebnisse werden dem BfArM gemeldet und dort in aggregierter Form veröffentlicht.

Zwei-Faktor-Pflichten: Für die Nutzung von DiGA ist häufig eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) erforderlich, um besonders hohe Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben zu erfüllen. Nutzer:innen müssen sich dabei mit zwei unabhängigen Identifikationsmerkmalen anmelden – etwa Passwort und Einmalcode.

Die elf unterzeichnenden Verbände:

Bitkom - Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.
BPI - Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie
Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.
DigitalHealthGermany e.V.
eurocom e.V.
Pharma Deutschland e.V.
SPECTARIS – Deutscher Industrieverband für Optik,
Spitzenverband Digitale Gesundheitsversorgung e.V.
VDGH – Verband der Diagnostica-Industrie e.V.
vfa – Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V.

Ihr Kontakt zu uns

Service

News abonnieren

Sie möchten auf dem Laufenden bleiben?
Abonnieren Sie unsere kostenlosen Newsletter, E-Mail-Alerts zu unseren Themen oder Pressemeldungen.

Jetzt abonnieren

Das könnte Sie auch interessieren

  • Telemonitoring
    Fallbeispiel Telemonitoring: Portrait Mobile - kontinuierliches tragbares Monitoring

    Ein kontinuierliches tragbares Monitoring auf Normalstationen schließt die heutige Überwachungslücke zwischen Intensivstation und punktuellen Vitalzeichenkontrollen alle vier bis sechs Stunden. Die Telemonitoring-Lösung "Portrait Mobile" überwacht Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz kontinuierlich und kabellos - und ermöglicht gleichzeitig die Mobilisierung der Patient:innen. Dadurch können klinische Verschlechterungen früher erkannt, Komplikationen vermieden sowie Aufenthaltsdauer und Ressourcenverbrauch reduziert werden.

    Artikel02.09.2026

    Mehr lesen
  • Porträtfoto Dr. Marc-Pierre Möll

    Digitale Versorgung
    Mit Datennutzung und Innovationen zur Smarten Gesundheitsversorgung

    Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist kein Selbstzweck – sie ist der Schlüssel zu einer Versorgung, die effizienter, vernetzter und vor allem besser für Patient:innen wird. Damit eine solche smarte Versorgung gelingt, müssen digitale und datengetriebene Medizinprodukte frühzeitig mitgedacht und aktiv eingebunden werden.

    Artikel31.08.2026

    Mehr lesen
  • Telemonitoring
    Fallbeispiel Telemonitoring: mymobility

    mymobility ist eine digitale Versorgungsplattform, die Patient:innen vor und nach Hüft-, Knie- und Schultergelenkersatz mittels Smartphone-App und optionaler Smartwatch kontinuierlich begleitet und überwacht. Die Plattform ermöglicht ein algorithmbasiertes, patientengeführtes Telemonitoring mit automatisierter Datenübermittlung von Aktivitätsdaten, PROMs und Therapietreue an das Behandlungsteam, das bei Abweichungen Benachrichtigungen erhält. Klinische Studien belegen die Nicht-Unterlegenheit gegenüber herkömmlicher Physiotherapie bei gleichzeitiger Reduktion von Wiederaufnahmeraten, Notaufnahmebesuchen und Physiotherapiekosten.

    Artikel27.08.2026

    Mehr lesen

Mitglieder

Der BVMed repräsentiert über 300 Hersteller, Händler und Zulieferer der Medizintechnik-Branche sowie Hilfsmittel-Leistungserbringer und Homecare-Versorger.

Mehr lesen

Die Akademie

Von Compliance über Nachhaltigkeit bis hin zu Kommunikation. Unsere Akademie bietet der MedTech-Community eine Vielfalt an Veranstaltungen zur Fort- und Weiterbildung an. Entdecken Sie unsere Seminare, Workshops und Kongresse.

Zu den Veranstaltungen