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Glossary & Dictionary
Kunstherz/Herzunterstützungssysteme
Bei fortgeschrittenem Herzversagen helfen moderne Technologien wie Herzunterstützungssysteme (VAD) bzw. Kunstherzen.
Die VAD-Technologie (Ventricular Assist Devices) steht für Herzunterstützungssysteme bzw. für die künstliche Unterstützung und den Ersatz des Herzens. Die neuen Systeme sind beispielsweise als langfristige Überbrückung bis zur Herztransplantation oder als Alternative zu einer Transplantation bei Patienten mit terminalem Herzversagen konzipiert. Damit könnten zahlreiche Menschenleben gerettet werden, da es in Deutschland nicht ausreichend Spenderherzen gibt und fast ein Drittel der zur Transplantation angemeldeten Patienten während der Wartezeit versterben.
Indikation:
Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache in industrialisierten Ländern. Im Jahr 1999 standen sie in Deutschland mit 48% der Todesfälle an erster Stelle (Statistisches Bundesamt). Die Herztransplantation ist heutzutage die einzige Therapiemöglichkeit bei fortgeschrittenem Herzversagen.
In Deutschland werden rund 40o Herztransplantationen im jahr durchgeführt, wobei der Bedarf jährlich bei ca. 1000 Spenderherzen liegt (Deutsche Stiftung Organtransplantation). Auf Grund des zunehmenden Mangels an Spenderherzen versterben fast ein Drittel der Patienten auf der Warteliste (Eurotransplant International Foundation). Ein Kunstherz könnte den Mangel an Spenderherzen reduzieren und als technische Alternative eine ausreichende Organdurchblutung sicherstellen. Es könnte ebenfalls zur Überbrückung der Zeit bis zur Herztransplantation eingesetzt werden.
Technologie/Alternativen:
Eine alternative Therapie zur Herztransplantation wird kurz- und mittelfristig nicht zur Verfügung stehen, daher ist die Herzunterstützungs- oder Kunstherztechnologie die einzige Therapieoption bei akut und chronisch schwerer Herzkrankheit. Die Weiterentwicklung der Technologie ermöglicht es, dass die Patienten immer länger und mit einer hohen Lebensqualität die Systeme nutzen können. Durch den Einsatz von vollimplantierbaren kleinen Pumpsystemen konnten die anfänglichen Probleme, wie z. B. die Infektionsraten, erheblich gesenkt werden.
Durch den dauerhaften Einsatz der Systeme ist eine ambulante Betreuung der Patienten im häuslichen Umfeld möglich geworden.
Mehr Patienteninformationen zu Herzerkrankungen gibt es bei Aktion Meditech unter:
http://www.aktion-meditech.de/index.php?inhalt=innovative.rundumherz

