Glossar und Wörterbuch

Disease Management Programme (DMP)

Reform des Risikostrukturausgleichs (RSA) / Disease-Management

Die zum 1. Januar 2002 in Kraft getretene Reform des RSA in der gesetzlichen Krankenversicherung soll die Versorgung chronisch kranker Menschen verbessern. Krankenkassen, die sich gezielt um schwer Kranke kümmern, soll daraus kein finanzieller Nachteil entstehen. Zur besseren Behandlung chronisch Kranker können Krankenkassen ihren Versicherten künftig Disease Management Programme (DMP) anbieten. Diese Angebote müssen Qualitätskriterien entsprechen, die vom Bundesversicherungsamt geprüft werden.

Programme für vier Krankheitsbilder:

Ausgaben einer Krankenkasse für die Behandlung ihrer in einem anerkannten DM-Programm eingeschriebenen Versicherten werden gesondert über den RSA ausgeglichen. Finanziell gefördert werden zunächst aber nur Programme für bestimmte Krankheitsbilder. Das Bundesgesundheitsministerium hat der Auswahl von vier Krankheitsbildern durch den Koordinierungsausschuss der Selbstverwaltung zugestimmt. In diesem Gremium sitzen Vertreter der Ärzteschaft und der Krankenkassen.

Förderfähige Behandlungsprogramme können für Diabetes Mellitus (Typ 1 und
Typ 2), Asthma/COPD (chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen), Brustkrebs und koronare Herzerkrankungen (KHK) entwickelt und angeboten werden.

Der Koordinierungsausschuss soll bis Mitte Mai 2002 Empfehlungen für die genauen Akkreditierungskriterien und Anforderungsprofile für DMP vorlegen. Das Bundesgesundheitsministerium will dann bis 1. Juli 2002 eine RSA-Verordnung
vorlegen, die alle genauen Regelungen enthält. Ab Juli 2002 könnten dann die
Krankenkassen ihre Programme beim Bundesversicherungsamt in Bonn melden. Im
RSA würden sie ab Januar 2003 berücksichtigt.